Cindy's Geschichte
Am 09.01.2006 bin ich nichts ahnend von der Arbeit gekommen um mit meiner Frau
den 1. Geburtstag unserer Tochter Cindy zu feiern.
Bereits als meine Frau mir die Tür öffnete merkte ich das etwas nicht in Ordnung war. Als
meine Frau kurz danach in Tränen ausbricht und mir erzählte dass bei einer
Routine-Untersuchung ( U6 ) ein beängstigendes Geräusch am Herzen von unserer Tochter
festgestellt wurde war unsere Stimmung natürlich auf dem Nullpunkt. Jedoch sollte in
ein paar Wochen noch einmal Cindys Herz abgehört werden um hundertprozentig
sicherzustellen, dass Cindy wirklich an einem Herzfehler leidet!
Trotz alledem feierten wir mit Cindy Ihren ersten Geburtstag und ließen uns nichts
anmerken! Wir versuchten gute Miene zum bösen Spiel zumachen - was uns nicht immer gelang.
Am 15.03.2006 hörte die Kinderärztin wieder Cindys Herz ab und stellte fest das es noch
schlimmer geworden ist. Sofort wurde ein Termin mit der Kinderklinik Hamm vereinbart. Am
28.03.2006 sollte Cindys Herz dort per Utraschall genauer unter die Lupe genommen werden. Dies
klappte jedoch überhaupt nicht da Cindy sich komplett dagegen sträubte sich untersuchen zu
lassen. Selbst das ablenken mit Kuscheltieren, was sonst immer hilft, brachte nichts. Die
Untersuchung wurde nach 1 Stunde abgebrochen und Cindy musste eine Woche später für 2 Tage
stationär in der Kinderklinik bleiben.
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Am 05.04.2006 konnte dann endlich - aber auch nur nach doppelter Zufuhr von Narkosemitteln - die
Ultaschallunersuchung an Cindys Herzen vorgenommen werden! Wir waren guter Hoffnung denn vor der
Utraschall Untersuchung wurden wir noch von den Ärzten beruhigt das es wohl nichts Schlimmes am
Herzen sein kann da Cindy ja so aktiv und Lebensfreudig sei! Von wegen!!!!!!
Gegen Abend bekamen wir dann endlich das Ergebnis von den Ärzten die die Utraschall Untersuchung bei
Cindy durchgeführt hatten. Es wurde tatsächlich ein Herzfehler bei Cindy festgestellt - Jedoch könne
man nichts über die weitere Vorgehensweise sagen da dies nur eine Klinik Speziell für Herzkranke
Kinder machen könne. Die Einweisungspapiere für das UNI-KLINIKUM Münster wurden fertig gemacht - und
wir wurden nach Hause geschickt. Man sagte uns dass sich die Uni Klinik bei uns meldet um einen
Termin für eine Herzkatheteruntersuchung auszumachen. Bevor dies jedoch geschah wurde Cindy
am 11.04.2006 mit einer Magen und Darmgrippe und 40 Grad Fieber wieder in die Kinderklinik
Hamm eingeliefert. Rettung in letzter Sekunde sagten uns später die behandelnden Ärzte! Am
14.04.2006 durfte Cindy wieder nach Hause. Am 27.04.2006 bekamen wir den Anruf von der
Uni-Klinik Münster um einen Termin für die Herzkatheteruntersuchung auszumachen.
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Der 05.05.2006 wurde dafür vorgesehen. Jedoch sollten wir 2 Tage vorher schon mal vorbei kommen
um alle Routineuntersuchungen wie: Blut abnehmen, Röntgen, und Ultraschalluntersuchung durchzuführen! Alles
das dauerte schon 7 Stunden. Wir waren alle am Ende! Besonders Cindy!
Nach diesen Untersuchungen durften wir wieder nach Hause bis zur Herzkatheteruntersuchung!
Am 04.05.2006 um 21.00Uhr brachte ich Cindy und meine Frau zur Uni-Klinik nach Münster da am nächsten
morgen die Herzkatheteruntersuchung war. Am 05.05. war Cindy sofort die erste die zur HK-Untersuchung kam. Sie
dauerte 2 Stunden! Für uns war es eine Ewigkeit! Dann endlich sagte man uns dass wir zu unserer Tochter
dürften. Im OP-Raum empfing uns Dr. Stege mit einem beängstigenden Gesichtsausdruck und sagte dass alles
viel schlimmer sei als sie gedacht hatten.
Fast totale Verengung der Herzhauptschlagader! Schwerwiegender Herzfehler! Lebensgefahr bei Überbelastung des Herzens!
Sofort am selben Tag wurde der Termin für den schweren Eingriff an Cindys Herzen für den 10.05.2006 festgelegt. Jedoch
wurde nach der Visite am 08.05.2006 beschlossen dass Cindy bereits am 09.05.2006 operiert wird um Ihr Leben zu
retten! Cindy durfte bis zu dieser Zeit nur sehr wenig Bewegung haben um ihr Herz nicht unnötig zu belasten. Einen Tag vor
der OP wurden wir noch von Tobias Reiske, Kinderkrankenpfleger und Projektleiter Card Ag über die Operation informiert.
Am 09.05.2006 war es dann soweit - DIE HERZ-OP! Cindy wurde bereits am frühen morgen mit Beruhigungsmittel ruhig gestellt.
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Wir fuhren mit einer Arzthelferin zum OP um Cindy dort abzugeben! Es war ein sehr schwieriger Augenblick Cindy dort abzugeben
denn wir wussten nicht ob wir sie lebend wieder sehen würden! Meine Frau brach in Tränen aus und war erst nach einer Stunde
zu beruhigen. Ich war auch sehr geschockt als wir Cindy den Chirurgen übergeben hatten - ließ es mir jedoch nicht anmerken. Wir
versuchten uns irgendwie abzulenken und gingen am nicht weit entfernten Aasee spazieren.
Das waren mit Sicherheit die schwierigsten Stunden unseres Lebens! Ich kann mich nicht erinnern jemals ein so unangenehmes Gefühl
im Bauch gehabt zu haben! Von meiner Frau gar nicht zu sprechen! Nach 3 Stunden Spaziergang waren wir wieder im Krankenhaus
und warteten. Um 12.14 Uhr kam Dr. Stege zu uns und teilte uns mit das alles planmäßig gelaufen sei und es keine Komplikationen
gegeben hätte! Ein Stein fiel uns vom Herzen! Dann durften wir endlich nach oben auf die Intensiv-Station fahren um Cindy zu sehen!
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Auf dem Weg nach oben war ich mir hundertprozentig sicher in Tränen auszubrechen wenn ich Cindy sehen würde - jedoch waren
wir beide so geschockt von dem Anblick unserer Tochter das wir noch nicht mal weinen konnten! Diesen Anblick werden
wir unser ganzes Leben nie vergessen!
Die Töne der verschieden Maschinen an die Cindy angeschlossen war reißen mich noch heute ( und wahrscheinlich bis an
mein Lebensende ) aus allen Träumen! Cindy lag regungslos dar und wurde künstlich beatmet! Sie hatte überall
Kabel und war an über 10 Maschinen angeschlossen!
Wir waren froh als Cindy das erste Mal die Augen öffnete und Mama und Papa sagte. Von dieser Zeit an ging es stetig
bergauf mit Cindys Zustand. Bereits am 11.05.2006 um 12.00Uhr durfte sie die Intensiv Station verlassen- und wurde
wieder auf ihr Zimmer verlegt.
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Jeden Tag machte sie Fortschritte. Alle Kontrolluntersuchungen nach der OP verliefen positiv und somit durfte Cindy bereits
am 22.05.2006 endlich nach Hause! Und ein schwerer Schicksalsschlag in unserem Leben hat doch noch ein gutes Ende genommen!
Familie Domnowski, November 2006
www.anboci.de.tl
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