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Marlon´s Geschichte Bericht der Eltern Marc & Elke Behrendt
Der Tag der Geburt kam. Wir fuhren zur Entbindung nach Münster. In der letzten Untersuchung vor der Entbindung hat unser behandelnder Oberarzt gesagt, daß der Herzfehler für die Geburt nicht schlimm sei und das Kind mit einer natürlichen Geburt zur Welt kommen könnte. Der Geburtsverlauf verlief normal, bis die Fruchtblase platzte. Doch dann schob sich die Nabelschnur vor das Köpfchen und unterbrach die Blut- und Sauerstoffversorgung. Die Hebamme versuchte die Nabelschnur an die Seite zu schieben. Außerdem kamen viele Ärzte und Schwestern ins Zimmer. Nun ging alles sehr schnell. Es wurde ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Innerhalb von fünf Minuten wurde unser Sohn Marlon geboren. Kurz nach der ersten Untersuchung kam Marlon sofort auf die Station der Kinderkardiologie. Innerhalb der ersten sieben Tage, wurden viele Untersuchungen durchgeführt. Hierbei stellten die Ärzte fest, daß Marlon einen sehr seltenen Herzfehler hat. Beide Herzklappen der linken Seite funktionierten nicht richtig. Der Arzt teilte uns mit, das dieser Herzfehler in Deutschland noch nicht bekannt war. Trotzdem wollten die Ärzte unseren Sohn operieren. Ohne Operation hatte er keine Überlebenschance. Die Zweite Möglichkeit war ein Spenderherz. Hierzu wurde er auf die Spenderherzliste gesetzt. Von den Ärzten erfuhren wir, daß die Chance ein Spenderherz zu bekommen, sehr gering ist. Am 07.09 wurde Marlon von einem Diakon getauft. Die beiden Taufpaten waren auch anwesend. Es war eine sehr schöne Feier. Der Diakon war in der ganzen Zeit der Behandlung immer für uns da. Er spendete Trost und Hoffnung oder hörte uns einfach nur zu. Das gab uns sehr viel Kraft für die bevorstehende Operation.
Nach einer Woche wurde der Brustkorb verschlossen, da die Wassereinlagerungen zurückgingen. Doch dann wurde festgestellt, daß Lymphgefäße bei der Operation beschädigt worden waren. Das war jedoch nicht so kritisch. Marlon durfte nur die erste Zeit nichts essen und trinken. Er wurde künstlich ernährt. In den nachfolgenden Tagen und Wochen ging es Marlon jedoch nicht besser. Die Medikamente fürs Herz konnten nicht herabgesetzt werden, da Marlon auf jede Veränderung der Medikamente sehr sensibel reagierte. Marlon konnte nicht alleine atmen. Dazu war er zu schwach. Die Beatmungsmaschine konnte nicht abgeschaltet werden. Die Ärzte teilten uns mit, daß sein Herz in einem sehr schlechten Zustand war. Marlon kam in der Spenderherzliste noch eine Priorität höher. Am Sonntag, den 14.10 rief eine Schwester von der Intensivstation bei uns zu hause an. Ein Spenderherz stand zur Verfügung.
Zwei Tage später wurde der Brustkorb verschlossen. Weitere zwei Tage später wurde die Beatmung herausgenommen. Marlon konnte nun ganz alleine atmen. Jeden Tag ging es ihm besser. Am Montag, den 22.10 wurde Marlon wieder auf die Kinderkardiologie verlegt. Hier bekam er ein Einzelzimmer. Es mußte alles steril sein. Wir durften nur mit Kittel und Mundschutz in sein Zimmer. Er machte gute Fortschritte, jedoch hat er das Trinken verlernt. Sein Pfleger erklärte uns, Marlon hat seinen Schluck- und Saugreflex verlernt. Das muß er nun mit Hilfe einer Physiotherapeutin neu lernen.
Wir haben diesen Brief geschrieben, um andere betroffene Eltern anzusprechen. Wir möchten mit Eltern in Kontakt treten, die ebenfalls ein herztransplantiertes Kind haben, zwecks Informationsaustausch. Haltern, den 31.10.2001 Marc & Elke Behrendt Menu | Was wir machen | Information | Zur Herz OP | Kontakt | Ihr Weg zu uns | Elternberichte | Links und Literatur | Clementine von Wallmenich Preis | Gästebuch | Spendenkonto |