Phil's Geschichte
Hallo wir sind Fam. Herfort aus Heiden und am 21.03.2006 ist unser Sohn Phil zur Welt gekommen. Alles lief in
der Schwangerschaft normal und nie gab es Anzeichen dafür, dass man sich Sorgen machen müsste. Am Tag der Geburt, lief
alles normal, außer als er gerade da war, nahm man ihn uns sofort weg. Das war eine schreckliche Situation, wir wussten
nicht was war und nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Keiner hatte uns was gesagt und alle ließen uns
mit der Ungewissheit alleine .Nach einer gewissen Zeit, kam endlich die Hebamme zurück, mit unserem Kind auf dem Arm und
sagte es sei ein Junge und er habe Probleme mit dem Sauerstoff gehabt. Aber nun wäre alles in Ordnung. Die Freude und die
Erleichterung nahmen freien Lauf, bei mir und meinem Mann. Bei der U2 im Krankenhaus, bemerkte der Arzt ein Nebengeräusch
des Herzens und drang, auf eine Verlegung ins nahe gelegene Krankenhaus in Coesfeld. Sofort am gleichen Tag, wurden
ich und mein Sohn dorthin verlegt. Eine ängstliche und ungewisse Fahrt, lag vor uns. Mein Mann und unsere
Tochter, fuhren auch direkt mit dorthin. Dort wurde uns nach langen Untersuchungen mitgeteilt, dass Phil
wohl “nur” ein Loch im Herzen hat, was sich wohl nach einer gewissen Zeit, von selbst verschließt. Nach einem halben
Jahr sollten wir zur Kontrolle, wieder dort hinkommen. Wir waren froh, dass man uns nichts Schlimmeres gesagt hatte.
Im September gingen wir ruhig und ohne irgendwelche schlimmeren Gedanken zur Kontrolle. Da in dem halben Jahr ja nichts
Ungewöhnliches aufgefallen ist, bei Phil.
Der Arzt schaute sich Phil an und meinte noch, dass er ja einen kerngesunden Eindruck macht. Doch als er den
Herzultraschall machte, wurde sein Gesicht immer ernster und seine Worte immer leiser. Als er uns dann ernst
anschaute und meinte, es würde ihm leit tun, doch leider sei es ernster als es hieß. Phil habe einen schweren
Herzfehler und dieser müsse sofort behandelt werden. Phil hat eine hochgradige Pulmonalstenose, diese könne man
mit einem Ballonherzkatheter sprengen und sollte sofort gemacht werden.
Wir fühlten uns völlig überrumpelt und ich stand unter Schock, nach dem wir fuhren und zuhause ankamen, brach
ich in Tränen aus. Warum Phil, wieso einen schweren Herzfehler?? Doch sofort, rief ich in Münster an und bat
um einen Termin zum Herzkatheter. Schnell bekamen wir bescheid und waren dann im November in der Uniklinik Münster
zum Herzkatheter. Man sagte uns, dass die Chancen gut stehen würden, die Verengung mit dem Ballonkatheter
zu beheben. Nun war es soweit, Phil kam zum Katheter und uns kam die Zeit endlos vor, bis wir ihn wieder hatten.
Nach Stunden, durften wir mit, Phil auf die Station zurück zuholen. Doch leider teilte uns der Arzt mit, der den
Ballonkatheter durchgeführt hatte, dass sie es nicht erreicht haben, die Verengung zusprengen. Man habe es mit
zwei Ballongrößen versucht und das mehrmals, leider keinen ausreichenden Erfolg damit erzielt. Das hieß, dass unser
kleiner Schatz, am offenen Herzen operiert werden müsse.
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Im März 2007 stand dann die Herz OP an, die Zeit bis zu dem Tag, war eine schlimme und anstrengende Zeit. Mit Höhen und
Tiefen, die Nerven verließen einen manches mal, so das unsere Tochter es auch nicht immer einfach hatte. Sie war ja auch
erst vier und doch verstand sie die Situation schon sehr gut. Sie bekam unsere Ängste und Gefühle um Phil mit und hatte
auch die ganze Zeit Angst und Verlustängste um ihren geliebten Bruder.
Nun war der Tag der OP da, Phil kam früh morgens dran, das war gut, so hatten wir keine lange Zeit zum überbrücken. Ich
brachte ihn bis zur Op-Schleuse, mein Mann konnte noch nicht so früh da sein. Als wir an der Schleuse ankamen, streichelte
ich ihm noch übers Gesicht, gab ihn einen dicken Kuss und flüsterte ihn noch ein paar liebe Worte ins Ohr und das Mama und
Papa auf ihn warten würden. Dann ging ich, ohne mich noch mal umzudrehen, das hätte ich nicht geschafft.
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Nun war er im OP und ich konnte nichts mehr für ihn tun. Doch durch die OP- Aufklärung von Tobias, wusste ich was
nun alles passiert und wie so eine OP und Nachsorge, bis zur Intensivstation verläuft. Das hat mir sehr geholfen und
jedem zu empfehlen, der sein Kind auch zur OP bringen muss. Zu erst wollte ich eigentlich gar nicht alles wissen, ich
hatte Angst, dass es mich noch mehr runterzieht. Doch als Tobias, mir es nach seiner Schicht, durch Dias veranschaulicht
und erklärt hat, wie eine OP abläuft und was danach noch geschieht, bis wir Phil wieder sehen, fühlte ich mich doch
aufgeklärter und war somit ruhiger. Lange dauerte es, bis wir das erste Mal was einem Arzt, aus dem OP hörten. Doch er
sagte uns nur gutes, das tat gut. Und als dann der behandelnde Arzt, der mit im OP war, zu uns kam und uns sagte, das
alles gut verlaufen sei und Phil gleich auf die Intensivstation kommen würde und wir ihn dann sehen dürften. Da lagen
wir uns in den Armen und warteten fieberhaft auf den Anruf der Intensivstation. Nun endlich konnten wir zu ihm, dort
lag unser Schatz, mit vielen Schläuchen, Kabeln und dem Piepen der Überwachungsmaschinen , nur mit Pampers und völlig
fertig. Aber der Anblick war nicht so schlimm, wie wir es uns vorgestellt hatten. Denn die Freude unseren Sohn wohlauf
zusehen und ihn einfach streicheln zu können, ließ alle Gedanken verschwinden. Und durch die gute Aufklärung von Tobias, hatte
er mir ja schon gezeigt, wie und was auf der Intensiv auf uns zukommen wird.
Nach zwei Tagen, verließ Phil schon die Intensivstation und nach einem Tief drei Tage nach der OP, erholte Phil sich
schnell und gut und wir durften nach zwei ein halb Wochen die Uniklinik verlassen.
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Nun fühlt er sich gut und entwickelt sich weiterhin prächtig. Leider muss er wohl noch einmal zum Herzkatheter, da eine weiter
Verengung ihm zu schaffen machen wird. Aber bis dahin, werden wir weiterhin jeden Tag mit unseren Kindern genießen und
danken dem ganzen Team der Station 18 B, das es uns dieses ermöglicht, den ohne den Ärzten /innen und dem Pflegekräften, hätten
wir das alles nicht so gut überstanden und hätten uns nicht so gut behandelt gefühlt. Danke an euch und bitte macht weiter so, ihr seit toll.
Eure Fam. Herfort besonders Phil
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